Eisenbahngeschichte im Westerwald. 
Der bekannte Buchautor Andreas Christopher hat einen Bericht über die Kerkerbachbahn beigesteuert. Von Jens Merte stammt der Bericht über die Grubenbahn Friedrichssegen. Die Kleinbahn Selters-Hachenburg ist seit über 25 Jahren mein Spezialgebiet.
Schwerpunkte dieser Internetseite: Eisenbahnprojekte aller Spurweiten, Schmalspurbahnen, Stillgelegte Eisenbahnstrecken und Relikte im Westerwald und umgebender Regionen.

Neben bekannten Schmalspurbahnen wie Bröltalbahn (spätere RSE), Heisterbachbahn, Kerkerbachbahn, Selters-Hachenburg, Nassauische Kleinbahn, Straßenbahn Eltville-Schlangenbad, Ernstbahn, die Zahnradbahnen im Siebengebirge und zum Niederwald, Standseilbahnen wie die Malbergbahn Bad Ems, Nerobergbahn Wiesbaden, Krahnenbergbahn Andernach, gab es unzählige Feld- und Grubenbahnen wie die Krupp`schen Bahnen Elbbachtalbahn und Grube Louise, Raubach-Oberdreis, Sottersbachbahn, Kunstertalbahn uvm.
Ebenso vielseitig sind die Projekte, die in diesen Regionen geplant aber nie gebaut wurden. Einen weit aus größeren Umfang erreichten die 600 mm Feldbahnen im Grubenbereich, Über- und Untertage, in Basaltbrüchen, Bergwerken, Braunkohle-, Quarzit- Kalk-,  und Tongruben uvm.

Schon frühzeitig gab es bewegliche Transportmittel in Bergwerken. Ab ca. 1850 entwickelte sich der Transport der Bodenschätze mittels Schienengebundener Bahnen. Zuerst mit Muskelkraft, dann mit Pferdestärken. Ab etwa 1880 waren schon kleine Dampflokomotiven in Betrieb. Um 1890 elektrischer Betrieb. Nach 1900 kamen die ersten Lokomotiven mit Verbrennungsmotoren zum Einsatz, Benzol, Benzin, Diesel. Seltener mit Gasantrieb, in speziellen Fällen mit Druckluft. Überall in der Region entstanden Schmalspurbahnen verschiedenster Spurweiten zum Transport wichtiger Rohstoffe. Diese verschwanden dann auch wieder, wenn die Bodenschätze abgebaut waren.